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Jeder zweite Darmkrebspatient verstirbt, weil die Tumordiagnose erst im fortgeschrittenen Stadium erfolgt

Nur ca. 10% nehmen Vorsorgemöglichkeit wahr:


Jährlich erkranken in Oberösterreich 820 Menschen neu an Darmkrebs. Im Jahr 2007 sind exakt 386 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher an dieser Krankheit verstorben, da der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose bereits ein sehr weit fortgeschrittenes Stadium erreicht hat. „Rechtzeitig erkannt, ist das so genannte Kolonkarzinom zu 90 % heilbar“ erklärt OA Dr. Christoph Kopf vom Colorektalen Zentrum des KH der Barmherzigen Schwestern Linz – ein Unternehmen der Vinzenz Gruppe.
 

Darmkrebs ist eine Erkrankung des Alters mit einem deutlichen Häufigkeitsanstieg ab dem 50. Lebensjahr. Im Durchschnitt liegt der Erkrankungszeitpunkt bei Männern bei 69 Jahren, Frauen erkranken mit 75 Jahren meist erst etwas später an einem Kolonkarzinom. Versterben ein 69-jähriger Mann und eine 75-jährige Frau an dieser Erkrankung, so verlieren sie durchschnittlich 10,2 Jahre an Lebenszeit im Vergleich zu Nichterkrankten. Das müsste nicht sein, denn kaum einer Krebsart kann so einfach vorgebeugt werden wie Darmkrebs. 

„Ein Kolonkarzinom entwickelt sich sehr langsam – meist über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren. Bevor Krebs entsteht, kommt es in 90 % der Fälle zur Bildung von gutartigen Darmpolypen oder Adenomen, die im Zuge einer Vorsorge-Darmspiegelung erkannt und meist gleich während der Koloskopie entfernt werden können“, appelliert der Chirurg Dr. Christoph Kopf an das Vorsorgebewusstsein der Bevölkerung. 

Derzeit nehmen nur ca. fünf bis zehn Prozent der entsprechenden Altersgruppe die seit dem Jahre 2005 in die Gesundenuntersuchung integrierte Möglichkeit der Vorsorgekoloskopie wahr – aus Angst vor der Untersuchung, Unwissenheit und der Annahme, dass Darmkrebs ohnehin „nur die anderen betreffe“. 

Grundsätzlich gilt: Ab dem 40. Lebensjahr jährlich eine Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt durchführen lassen. Im Zuge dieses Gesundheitschecks wird eine Stuhlprobe  auf verstecktes Blut geprüft. Sind die regelmäßigen Analysen in Ordnung, sollte mit 50 Jahren eine so genannte „Basiskoloskopie“ (= Darmspiegelung) durch einen niedergelassenen endoskopisch tätigen Internisten oder Chirurgen oder in einer Endoskopieambulanz erfolgen. Weitere Koloskopien sind nur alle fünf bis zehn Jahre notwendig. Bei familiärer Häufung, d. h. wenn ein Elternteil oder der Bruder / die Schwester vor dem 45. Lebensjahr an Darmkrebs erkrankt sind, sollte der Stichtag für die Vorsorgeuntersuchung bereits zehn Jahre früher angesetzt werden.  

Viele Ärzte bieten bereits eine so genannte „sanfte Koloskopie“ an, d. h. die Patienten erhalten vor der Untersuchung Schlaf- und Schmerzmittel, die zusätzlich den Vorteil haben, dass man sich im Nachhinein nicht mehr an den Eingriff erinnern kann. Die Koloskopie ist ein Teil der Gesundenuntersuchung und wird daher von der Krankenkasse bezahlt. 

Ein halbes Jahr Colorektales Zentrum
Ende Oktober 2007 eröffnete das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz nach dem Brust-Gesundheitszentrum und dem Prostatazentrum bereits die dritte Spezialeinrichtung für Krebspatienten: das Colorektale Zentrum. Der Darm und seine Erkrankungen rückten damit noch stärker in das Visier der Experten.
Durch die Bündelung aller für die Behandlung relevanten Abteilungen an einem Ort ersparen sich krebskranke Menschen viele mühsame Wege und Zeit. Eine gut funktionierende Kommunikation zwischen den beteiligten Fachärzten, klinische Studien sowie die kontinuierliche Verbesserung der Prozessabläufe garantiert beste Beratung und Betreuung. 
 

Ansprechpartner für Rückfragen:
 

COLOREKTALES  ZENTRUM

 

OA Dr. Christoph Kopf

Allgemein- und Viszeralchirurgie
TEL :  0732/7677- 7300
E-MAIL: christoph.kopf@bhs.at

 

OA Dr. Dieter Nitsche

Interne I

TEL: 0732/7677-4966

E-MAIL: dieter.nitsche@bhs.at

 

OA Dr. Kurt Spiegl

Radio-Onkologie

TEL: 0732/7677-7320

E-MAIL: kurt.spiegl@bhs.at




Claus Hager, MSc

Leitung Servicebereich PR & Marketing

KH der Barmherzigen Schwestern Linz

A-4010 Linz, Seilerstätte 4

 

TEL :       0732/7677 – 4884

MOBIL :   0664/8190781

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