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Meilenstein in der Krebsfrüherkennung:

Prostatakrebs-Diagnose durch Harnanalyse


 

Das Prostatazentrum am KH der Barmherzigen Schwestern in Linz  - ein Unternehmen der Vinzenz Gruppe - bietet als erste Einrichtung in OÖ ein neuartiges Diagnoseverfahren für Prostatakrebspatienten. Durch die Analyse des Harns der betroffenen Patienten kann nun die Diagnose im Fall eines Tumors gestellt werden. Dieses in Österreich neuartige Diagnoseverfahren basiert auf der Zusammenarbeit mit dem hauseigenen Labor für Molekularbiologie und Zytogenetik. Dort wird diese Methode im Rahmen einer Studie durch ein hausinternes Forschungsteam betreut.


Prostatakrebs ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes und die zweithäufigste Krebstodesursache. Der Standard in der Früherkennung ist die Bestimmung des PSA-Wertes im Blut. Ein erhöhter PSA-Wert ist dabei ein erster Indikator für eine mögliche Krebserkrankung. Die Wahrscheinlichkeit einer Prostatakrebserkrankung liegt bei der PSA-Wert-Analyse bei ca. 30% und wird in der Folge durch die Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) verifiziert. Doch auch die Biopsie bringt nicht immer ein eindeutiges Ergebnis und muss bei manchen Patienten öfter durchgeführt werden. Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern bietet in diesem Fall nun ein neuartiges Verfahren an, das über die Analyse des Harns eine Diagnose des Tumors ermöglicht.

Bei der Analyse des Harns kann eine einzige Krebszelle aus über 1 Mio. Zellen herausgefiltert werden. Das bedeutet, dass wir im Falle eine Krebserkrankung durch diese Methode einen definitiven Nachweis erbringen können.“ erklärt Prim. Dr. Wolfgang Loidl, Leiter des ersten Prostatazentrums in OÖ. Der Ausschluss einer Erkrankung kann durch diese Methode jedoch nicht erbracht werden. „Wir können aber durch diese Methode, verglichen mit der Analyse des PSA-Wertes im Blut, Prostatakrebs eindeutig nachweisen. Dies ist ein Meilenstein in der Diagnostik und hilft uns, bei rechtzeitiger Früherkennung des Tumors, ein für den Patienten optimales Therapiekonzept aufzusetzen“ so Loidl weiters.

Diese in Österreich neue Diagnoseform ist im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern durch die intensive Zusammenarbeit mit dem hauseigenen Labor für Molekularbiologie und Zytogenetik möglich. Dort wird diese Methode im Rahmen einer eigenen Studie betreut. Dazu meint Dr. Gerald Webersinke, Leiter des Labors: „Da wir die Analyse des Harns im Rahmen eines Studienschwerpunktes bei uns im Haus durchführen, können wir rasch und flexibel auf die Anforderungen der Kollegen aus dem Prostatazentrums reagieren. Dies kommt wiederum den Patienten zu Gute.“

www.prostatazentrum.at
 

  

Bild: Prim. Dr. Wolfgang Loidl und Dr. Gerald Webersinke freuen sich über die gelungene Zusammenarbeit im Kampf gegen Prostatakrebs

 

Bild: Genetische Analyse mittels färbigen Sonden an Prostata-Material

 

Bild: Prim. Dr. Wolfgang Loidl

 Ansprechpartner für Rückfragen:
 

Prim. Dr. Wolfgang Loidl
Leiter der Abteilung für Urologie und des OÖ. Prostatazentrums
KH der Barmherzigen Schwestern Linz
A-4010 Linz, Seilerstätte 4
TEL: 0732/7677-7747

WEB: www.prostatazentrum.at