Wechsel an der Spitze der Barmherzigen Schwestern
Im Generalkapitel wurde Sr. Sigharda Leitner am Sonntag 13. Mai 2007 zur neuen Provinzoberin (Generaloberin) der Kongregation der Barmherzigen Schwestern gewählt. Sie folgt in dieser Funktion ihrer Schwester - Sr. Scholastika Leitner - nach, die 24 Jahre an der Spitze des Ordens stand. Für das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz bedeutet ihre Berufung nach Wien eine große Veränderung, denn Sr. Sigharda stand dem Linzer Haus 30 Jahre als Führungskraft zur Verfügung und hat seine Geschichte damit wesentlich mitgeprägt.
Sr. Sigharda war seit 1973 im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz tätig und knapp 30 Jahre Verwaltungsleiterin bzw. Mitglied des Vorstandes. Unter ihrer Leitung wurden in der Seilerstätte 4 die Bauteile A, B und F errichtet und auf den damals neuesten Stand gebracht. Höhepunkt ihrer Zeit in Linz war die Grundsteinlegung der Kooperation mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder.
Sr. Sighardas bisherige Vorstandsaufgaben im Bereich Wertemanagement werden von Dr. Andreas Krauter, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer, übernommen. Für die Vorstandsagenden im Bereich Bau und Technik zeichnet künftig MMag. Walter Kneidinger, Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor, verantwortlich.
Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul ist eine religiöse Gemeinschaft, die aus derzeit über 360 Schwestern besteht. Sie leben in der Provinz Österreich (320 Schwestern) und in der Provinz Tschechien. Die Kongregation ist päpstlichen Rechtes, d.h. sie untersteht direkt dem Papst, bzw. der Religiosenkongregation in Rom.
Oberste Autorität der Kongregation ist das rechtmäßig konstituierte und tagende Generalkapitel. Das ordentliche Generalkapitel tritt alle sechs Jahre zusammen – es repräsentiert den gesamten Orden: mehr als die Hälfte der Mitglieder werden von den Schwestern gewählt. Das Generalkapitel prüft und entscheidet die für die ganze Kongregation wichtigen Angelegenheiten, fördert die Erneuerung und trifft Vorsorge zur Wahrung des Erbes und des Geistes der Kongregation. Jede Schwester hat das Recht, Anträge an das Generalkapitel zu stellen. Das Generalkapitel wählt das oberste Leitungsgremium des Ordens, die Generaloberin mit dem Generalrat.
Die Generaloberin
wird für sechs Jahre gewählt. Sie leitet die Kongregation mit Unterstützung ihres Rates. Sie sorgt für die Beobachtung der Konstitutionen (= Statuten, Ordensregel) und die Durchführung der Beschlüsse des Generalkapitels. Ihr Bemühen gilt dem Aufbau von schwesterlichen Gemeinschaften und der Verwirklichung des Charismas des hl. Vinzenz durch die Kongregation. Ihre besondere Sorge gilt den Mitschwestern. Die Generaloberin ist zugleich die Provinzoberin der Österreichischen Provinz; die Provinzoberin der Tschechischen Provinz wird vom Tschechischen Provinzkapitel gewählt.
Foto: Sr. Sigharda Leitner, neue Generaloberin der Kongregation der Barmherzigen Schwestern (Bildquelle: BHS Linz)

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