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Pflegedirektorin Heidi Kropf-Walter, Zürich
Krankenhaustransformation: Hospital oder medizinisches Leistungszentrum?

 

Die Pflegedirektorin am Spital Limmattal Zürich schilderte in ihrem Refera die Situationt  „Krankenhaustransformation – Hospital oder medizinisches Leistungszentrum“ an dem Krankenhaus, an dem sie tätig ist. Dabei waren die übergeordneten Ziele eine fachlich hoch stehende Betreuung und Behandlung der Patienten, wobei die Qualität nicht leiden darf. Ein weiteres Ziel war die aktive Vernetzung mit anderen Leistungsanbietern im Gesundheitswesen, die regelmäßige Überprüfung der Qualität und die Wirtschaftlichkeit. Im Projekt mussten innerhalb eines Jahres 10 % des Budgets reduziert werden. Dieses leistungsorientierte und radikale Budgetieren und das Erreichen der gesetzten Ziele brachte eine gewaltige Erschütterung innerhalb der Mitarbeiterschaft. Umgekehrt konnte die Bettenbelegung dramatisch erhöht werden. Als Teilprojekte wurden in diesem Prozess diverse Bereiche restrukturiert (Bettenstationen, OP-Bereich) und reorganisiert (Ökonomie, Verwaltungsbereich).

Als zweites Projekt stellte die Referentin die Reorganisation von Bettenstationen vor. Ziele hier waren die Einführung der Bezugspflege, Etagenservice auf allen Bettenstationen, Einführung des Hospitality Service und qualifikationsgerechter Einsatz der verschiedenen Ausbildungsniveaus in der Pflege. Dieser Prozess nahm zweieinhalb Jahre in Anspruch, er wurde auch durchgeführt, weil aufgrund von Rückmeldungen von Patienten diese die Wichtigkeit der Kontinuität in der Betreuung betonten. Und auch die Hotelkomponente war den Patienten wichtig. Die Patientenzufriedenheit ist seit der Reorganisation noch einmal maßgeblich gestiegen.

In einem dritten Projekt stellte Kropf-Walter LimmiMed vor. Dieses Ärztenetzwerk hatte als Ziele Doppelspurigkeiten in Abklärung und Behandlung zu vermeiden und einen haushälterischen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen und hohe Behandlungsqualität. Direkt damit verbunden war auch die Reorganisation des Notfalldienstes. Als Ziele hierbei galten die Senkung der Wartezeiten, Senkung der Behandlungszeiten, zielgerichtete Abklärung und Behandlung und besserer Schutz der Intimsphäre.