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P. Dr. sc.soc. Benno Kuppler SJ, München
Vom Überleben zum Leben. Ordensarmut und wirtschaftliches Handeln.

 

„Wie ist Caritas zu verstehen?“, so Kuppler in seinem Referat „Vom Überleben zum Leben. Ordensarmut und wirtschaftliches Handeln.“ Die frühe Praxis der christlichen Gemeinden war Kranken beistehen, Nächstenliebe ist ein christlicher Grundwert. Das Gesundheitswesen ist mehr als die Produktion von Gesundheit, es vermittelt gesellschaftliche Werte und ist soziales Bindeglied. „Das Spezifikum eines christlichen Hauses ist auch, wie ich mit meinen Mitarbeitern umgehe“, so Kuppler. Natürlich müsse auch in einem Krankenhaus gerechnet werden, „aber wer bezahlt die Zeche?“. Die Ordensgemeinschaften nehmen ihre spirituelle und wirtschaftliche Verantwortung in Trägergesellschaften wahr, die Frage sei, was in den Trägergesellschaften vom ursprünglichen Charisma für die MitarbeiterInnen erlebbar wird. Denn Theologie und Management bilden eine Spannungseinheit zwischen: Orientierung am Willen Gottes und Ernstnehmen der Realität, radikalem Vertrauen auf Gottes Geist, aber sich nicht aus der Verantwortung stehlen, auf den Geist hören und auf das Geld achten, sich dem Auftrag verpflichtet wissen und sich an den legitimen Bedürfnissen der Menschen orientieren. Die Ordensträger müssen Mitarbeiter auch spirituell fördern, vor allem das Prinzip der Wirklichkeitstreue ist hier entscheidend.

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